Jonathan Darlington, Conductor
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25.
August 2009
Biografie

Jonathan Darlington ist Musikdirektor der Vancouver Opera und war von 2002 bis 2011 Generalmusikdirektor der Duisburger Philharmoniker. Seiner ebenso enthusiastischen wie subtilen musikalischen Leitung ist die außerordentliche Qualität und Beliebtheit beider Orchester zu verdanken.

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Mitreißendes Charisma und ein besonderes Feingefühl für Klangfarbe und Orchesterbalance prägen das künstlerische Profil von Jonathan Darlington. In seinem breitgefächerten Repertoire, das symphonische und Opernwerke vom Barock bis zur Gegenwart umfasst, legt er seine Schwerpunkte auch außerhalb des europäischen Mainstreams. Sein besonderes Engagement gilt dem Zusammenführen von zeitgenössischen Werken, die sich nicht unmittelbar erschließen, mit bekannteren klassischen Werken. Seine entdeckungsfreudigen und dramaturgisch verdichteten Programme nehmen den Zuhörer mit auf eine musikalische Reise.

Zwischen Stilen und Epochen ebenso souverän pendelnd wie zwischen Sprachen und Kontinenten, kommt sein musikantisches Können dort zur Entfaltung, wo sich Kulturen und Traditionen begegnen. Als international gefragter Dirigent gastiert Jonathan Darlington bei namhaften Orchestern in der ganzen Welt, darunter das Orchestre National de France, die Staatskapelle Dresden, das Prager Rundfunkorchester, das Orchestre Philharmonique de Strasbourg, das Orchestra Sinfonica del San Carlo di Napoli, die Warschauer Philharmoniker, das BBC Symphony Orchestra, das Orchestre National de Bordeaux-Aquitaine, die English National Opera, die Opera Australia sowie das Grand Théâtre de Genève. Unter den großen europäischen Musikfestivals sind Montreux, Amsterdam, das Klavier Festival Ruhr und die Ruhr Triennale hervorzuheben.

Jonathan Darlington begann seine Karriere als Pianist und Liedbegleiter. Nach seinem Studium an der Universität Durham und der Royal Academy of Music in London arbeitete er für Radio France, wo er bereits früh Gelegenheit hatte, mit so herausragenden Musikerpersönlichkeiten wie Pierre Boulez („Le soleil des eaux“), Riccardo Muti (Verdis „Requiem“) und Olivier Messiaen („Trois petites liturgies“) zusammenzuarbeiteten. Als freier Pianist und Liedbegleiter arbeitete er in Frankreich und England, u.a. für die Opéra Nancy und das Ensemble l‘ARCAL, welches er nach kurzer Zeit als Musikdirektor leitete. Als Mitglied des Kollegiums der Aldeburgh School for Advanced Studies, arbeitete er mit bedeutenden Sängern wie Elisabeth Schwarzkopf, Ileana Cotrubas, Hugues Cuenod, Susanne Danko, Hans Hotter, Janet Baker und Peter Pears zusammen.

Sein Debüt als Dirigent feierte er 1984 am Pariser Théâtre des Champs Elysées mit Francesco Cavalli’s Barockoper “Ormindo”. Ein wichtiger Meilenstein in seiner Karriere war das Berlioz Festival Lyon, wo er Serge Baudo für “Les Troyens” (1987), und John Nelson für “Benvenuto Cellini”(1989) assistierte. 1990 engagierte Myung-Whun Chung Jonathan Darlington als Assistenten an die Opéra Bastille in Paris. Hier debütierte er 1991 mit Mozarts „Le nozze di Figaro“, in einer Traumbesetzung mit Renee Flemming und Cecilia Bartoli. Er blieb bis 1993 in Paris als stellvertretender Musikdirektor und feierte weitere Erfolge u.a. mit der „Zauberflöte“, dem „Lied von der Erde“ und einer „Schwanensee“-Produktion, die 1992 als Video aufgezeichnet wurde.

Jonathan Darlington lebt die Überzeugung, dass Musik live, und nicht im Studio produziert werden sollte, da das Publikum einen integralen Bestandteil des Vortrags ausmacht. Die neue Aufnahmeserie, die in Zusammenarbeit mit dem audiophilen Label Acousence und unter den hervorragenden akustischen Bedingungen der neuen Mercatorhalle entsteht, spiegelt dieses künstlerische Credo wieder. Jüngste Live-Aufnahmen schließen Wagners „Sinfonischen Ring” (arr. Dressler), Tschaikowskis Violinkonzert mit Susanna Yoko-Henkel sowie Debussys „La mer” und Strawinskis „Le sacre du printemps” ein.

Jonathan Darlington schloss sein Studium an der Universität Durham „mit Auszeichnung“ ab und wurde von der Royal Academy of Music, London, zum Laureate (LRAM) sowie zum Fellow (FRAM) ernannt. Darüber hinaus ist er stolzer Träger des Titels eines Chevalier des Arts et des Lettres.

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